17 Jun

Soziales Kompetenztraining

Gefühlsmonster

Das Angebot richtet sich an junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren, die

  • bereits mehrfach straffällig geworden sind,
  • vor einer Verhandlung stehen,
  • eine richterliche Weisung haben oder
  • zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden sind

und Defizite im Bereich der sozialen Kompetenz, Kommunikation, Schule/Ausbildung und Alltagsbewältigung aufweisen, die im Rahmen einer Gruppenarbeit bearbeitet werden können. Auf Grund des zeitlichen Aufwands und der Intensität gilt dieses gruppenpädagogische Angebot als eine einschneidende Maßnahme, die in der Regel nicht bei Ersttätern und im Bereich geringfügiger Delikte zur Anwendung kommt. Vorrangig sind die soziale Integration und die Vermeidung freiheitsentziehender Rechtsfolgen für die jungen Menschen.

Folgende Methoden werden angewandt:

  • Gruppen- und Einzelgespräche
  • Mischung aus handlungs-, erlebnis- und themenorientierter Gruppenarbeit
  • Durchführung von Intensivwochenenden, kreativen Veranstaltungen, Besuch von Sportstätten, anderen Vereinen und Jugendeinrichtungen

Begleitend werden auch Gespräche mit den Eltern geführt.

Die inhaltlichen Schwerpunkte richten sich nach den jeweiligen Straftaten der teilnehmenden jungen Menschen und werden während des Gruppenprozesses aufeinander abgestimmt. Folgende Themen werden aufgegriffen:

  • intensive Auseinandersetzung mit den Straftaten und ihren Folgen, Erarbeiten von Verhaltensalternativen
  • Jugendstrafrecht und Erwachsenenstrafrecht
  • Kommunikation und Konfliktlösung
  • Entwicklung einer individuellen Lebensperspektive, Reflexion des Alltags und des Freizeitverhaltens
  • schulische und berufliche Perspektivplanung, Bewerbungstraining
  • Erfassung der aktuellen sozialen Kompetenzen, Stärken und Schwächen, Entwicklungsmöglichkeiten
  • Alkohol- und Drogenkonsum

Ablaufplan

Das Training wird in zwei  Formen umgesetzt:

  • regelmäßiges, wöchentliches Angebot in den Nachmittags-/Abendstunden (10 Wochen inkl. einem Intensivwochenende) oder
  • drei Kompakttreffen an Samstagen und einem Intensivwochenende.

Die Teilnehmer*innen erhalten zum Ende des Trainings ein Teilnahmezertifikat. Eine weitergehende Betreuung / Begleitung der jungen Menschen ist möglich und wird ihnen immer auf freiwilliger Basis angeboten.

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